Deutscher Gewerkschaftsbund

24.02.2011

Telearbeit

Telearbeit bezeichnet die Verlagerung des Arbeitsortes außerhalb des Betriebes, meistens nach Hause. Die Verlagerung kann vollständig oder nur an bestimmten Wochentagen (alternierende Telearbeit) stattfinden. Telearbeit kann sich auf Grund ihrer hohen Arbeitszeitflexibilität zur Vereinbarung von Beruf und Familie eignen, da sie Beschäftigten mehr Zeitsouveränität bietet. 

Durch Einsparungen an Fahrzeiten und der besseren Koordination zu Hause erhalten Beschäftigte mehr familiäre Zeit. Für Eltern mit pflegebedürftigen Angehörigen kann Telearbeit also eine gute Möglichkeit sein, um familiäre mit beruflichen Aufgaben zu vereinbaren.

Auch für den Arbeitgeber hat die Einführung dieses flexiblen Arbeitszeit- und Arbeitsortmodells Vorteile:

  • Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers
  • Abbau von räumlichen Engpässen
  • Erweiterung der Verfügbarkeit für Kunden auch über die regulären Bürozeiten hinaus => Produktivitätssteigerung und Steigerung der Dienstleistungsqualität
  • Bindung hoch qualifizierter MitarbeiterInnen während einer Freistellungsphase (www.mittelstand-und-familie.de)

Probleme der Telearbeit ergeben sich aufgrund möglicher Nachteile der Beschäftigten während der Abwesenheit aus dem Betrieb bzw. der Verwaltung. Ähnlich wie bei der Teilzeitbeschäftigung können Informationen unvollständig weitergegeben werden oder Besprechungen dann stattfinden, wenn die Kollegen/innen nicht Büro anwesend sind.

Beschäftigten in Telearbeit fällt es unter Umständen schwer eine klare Trennlinie zwischen Erwerbsarbeit, Familienarbeit und privater Zeit zu ziehen (Entgrenzung). Dann droht ein Arbeiten ohne Ende. 


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