Deutscher Gewerkschaftsbund

Fallbeispiele familienbewusster Arbeitszeiten

 

Auch unter schwierigen Bedingungen sind familienfreundliche Maßnahmen durchsetzbar. Ob bei schlechter wirtschaftlicher Lage, in Schichtbetrieben oder männerdominierten Unternehmenskulturen, überall lassen die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Wir präsentieren an dieser Stelle 8 Fallbeispiele, die Betriebe oder Verwaltungen ermutigen sollen, eigene Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit besser umzusetzen.

Neben den einzelnen Maßnahmen hat uns der konkrete Umsetzungsprozess und die Arbeitskultur im Betrieb interessiert. Wie wurde dabei vorgegangen? Welche Hindernisse konnten ausgeräumt werden? Welche Strategien waren erfolgreich?

Die Auswahl orientiert sich weniger an den großen „Vorzeigeunternehmen“, sondern möchte zeigen, dass auch in kleineren Betrieben oder Unternehmen in einem schwierigen Umfeld die Vereinbarkeit von Familie und Beruf positiv gestaltet werden kann.

Ho­tel Ex­cel­si­or
DGB
Das Hotel Excelsior ist ein Beispiel dafür, dass auch in schwierigen Branchen familienbewusste Arbeitszeiten möglich sind. Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist allgemein durch unsoziale Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet. Umso wichtiger ist die Stärkung der Beschäftigteninteressen und die Verbesserung der Work-Life-Balance von Beschäftigten in dieser Branche.
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Kar­stadt Han­no­ver
DGB/Simone M. Neumann
Dem besonderen Engagement des Betriebsrates ist es zu verdanken, dass die Betriebsvereinbarung zur Familienfreundlichkeit bei Karstadt auch mit Leben gefüllt wird. Das Thema ist so bekannt geworden, dass sogar Manager die familienfreundlichen Regelungen in Anspruch nehmen.
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Bayer-Sche­ring
DGB/Simone M. Neumann
Schering war traditionell Vorreiter familienfreundlicher Politik. Ein Meilenstein ist die Betriebskita, die seit 1973 mit ca. 140 Plätzen immer ausgebucht ist. Doch mit der Übernahme durch die Bayer AG trafen unterschiedliche Firmenkulturen aufeinander, denn bei Bayer überwiegen traditionelle Unternehmensformen und ein ausgeprägtes Hierarchieverständnis.
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Cha­rité Ber­lin
DGB/Simone M. Neumann
Kinderbetreuungsmöglichkeiten nach Beschäftigtenumfrage verbessert. An allen vier Standorten existieren nun Kita-Kooperationen. Geachtet wird auf lange, familienfreundliche Betreuungszeiten von 05:45 Uhr bis 20:15 Uhr. An einem Standort ist sogar 24-Stunden- Betreuung möglich. Darüber hinaus wurden Krabbelgruppen für Kinder ab der achten Woche eingerichtet und für Notfälle steht ein flexibler Kinderbetreuungsservice zur Verfügung.
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Fir­ma Ras­sel­stein
DGB/Simone M. Neumann
Familienfreundlichkeit begann bei Rasselstein als eine Ingenieurin Nachwuchs bekam und die Personalabteilung die Stelle nicht adäquat besetzen konnte. Heute arbeitet der überwiegende Teil der Schichtbeschäftigten Teilzeit in einem System, das den neuesten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Und niemand möchte auf eine Vollzeitbeschäftigung zurückkehren.
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Üstra Han­no­ver
DGB
Das Hauptziel familienfreundlicher Maßnahmen bei üstra richtet sich auf die Reduzierung von gesundheitlichen und sozialen Belastungen in der Schichtarbeit sowie die Etablierung familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle. Ziele des neuen Schichtsystems sind neue Teilzeitplätze, die Fokussierung auf zwei Schichtlagen im Fahrdienstbereich und hohe Planungssicherheit.
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Kran­ken­haus Del­men­horst
DGB/Simone M. Neumann
Die Gestaltung familienfreundliche Arbeitszeiten im Krankenhaus ist ein Spagat zwischen den speziellen Anforderungen im Team und allgemeinen Zeiterfordernissen. Das Fallbeispiel Krankenhaus Delmenhorst zeigt, wie Verbesserungen über eine lange Zeit, Schritt für Schritt, erreicht werden können. Bei der Sensibilisierung der Führungskräfte für das Thema Vereinbarkeit und bei der Stärkung der Interessen der Beschäftigten ist ein langer Atem notwendig.
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Po­li­zei Bre­men
DGB/Simone M. Neumann
Durch einen Kodex soll Familienfreundlichkeit Bestandteil der Dienststellenkultur und Querschnittsthema in der Bremer Polizei werden. Weitere Erfolge sind das umfangreiche Teilzeitangebot - auch in Leitungspositionen und die Maßnahmen zur Kinderbetreuung.
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Uni­ver­si­tät Frank­furt
DGB/Simone M. Neumann
Schwerpunkte der Reauditierung sind: Studieren mit Kind sowie die Vereinbarkeit wissenschaftlicher Karriere mit Familie, familienbewusste Arbeitsbedingungen und Personalmanagement sowie eine familienfreundliche Infrastruktur an der Uni. Neben Kitas auf dem Campus werden Eltern gezielt unterstützt: geringere Gremienarbeit, eine Hilfskraft für Rückkehrer/innen sowie Verlängerungen bei Befristung oder Projekten sollen sie entlasten.
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Lan­des­fors­ten Rhein­lan­d-Pflalz
ig3l / photocase.com
Die Behörde ist bereits seit mehreren Jahren stark beim Thema Vereinbarkeit engagiert (2006 vom Audit Beruf und Familie zertifiziert und 2009 reauditiert). Der Arbeitgeber sensibilisiert mit Schulungen der Vorgesetzten und einer eigens eingerichteten Familienbeauf- tragten für das Thema Pflege.
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Sie­mens AG
DGB/Simone M. Neumann
Das Thema familienbewusste Arbeitszeitgestaltung ist bei Siemens seit einigen Jahren fester Bestandteil der Personalpolitik und wird vom Betriebsrat stark unterstützt. Bereits 2006 hat sich das Unternehmen im Rahmen des Audits berufundfamilie mit dem Thema Pflege beschäftigt und stellt verschiedene Projekte und Programme dazu auf, die kontinuierlich weiter entwickelt werden.
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Boeh­rin­ger In­gel­heim Phar­ma GmbH & Co.KG
DGB/Simone M. Neumann
Boehringer Ingelheim, das größte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland, dessen Kerngeschäft das Erforschen, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben von Arzneimitteln ist, versteht sich als familienbewusstes Unternehmen und gilt als Vorreiter in Bezug auf die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.
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Re­ha-Zen­trum Lüb­ben
DGB/Simone M. Neumann
Flexible Arbeitszeitmodelle für alle Hierarchien und Kurzzeitpflege in der eigenen Klinik bietet das Reha-Zentrum im branden-burgischen Lübben. Seit über zehn Jahren gestaltet das Reha-Zentrum mit 172 Beschäftigten (80% Frauen) seine alltägliche Arbeitsorganisation familien-bewusst um und richtet seine personalpolitischen Entscheidungen auf die Erfordernisse zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus.
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Merz Phar­ma GmbH
DGB/Simone M. Neumann
Bei der Merz Pharma GmbH in Frankfurt/Main bemühen sich Interessenvertretung und Ge-schäftsleitung, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowohl in die Arbeitsor- ganisation zu integrieren als auch pflegende Beschäftigte durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen. Dabei werden die besonderen Vorteile von Netzwerkarbeit genutzt.
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Glo­bus SB-­Wa­ren­haus Hol­ding GmbH & Co.KG
DGB/Simone M. Neumann
Der Einzelhandel zählt aufgrund der langen Arbeitszeiten, des hohen Anteils von Teilzeit-beschäftigten und der niedrigen Einkommen zu den schwierigen Branchen. Doch familienbewusste Arbeitszeit- gestaltung und Personalpolitik lässt sich auch hier erfolgreich umsetzen - das zeigt das Beispiel Globus.
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Projektflyer

Flyer DGB-Projekt Vereinbarkeit

Den Projektflyer mit seinen Informationen zu den Zielen, Aufgaben und Themen können Sie hier herunterladen.

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